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Die Band Kochkraft durch KMA & das Label Ladies & Ladys haben einen Charity-Sampler zugunsten von Rock am Ring initiiert −

damit sich das Festival im nächsten Jahr mehr Frauenbands leisten kann! 24 Cover-Songs seit 03. Juni auf allen bekannten Download-/Streaming-Plattformen. Schirmfrau ist Kulturstaatsministerin Claudia Roth.

 

Seit quasi jeher herrscht auf den Bühnen von Rock am Ring und vielen anderen Musikfestivals ein haarsträubendes Übergewicht an Männern. Typen, Dudes, Kerle soweit das Auge reicht! Im Durchschnitt liegt der Anteil der Frauen, die bei Rock am Ring auftreten, solide im einstelligen Prozentbereich. Andere Geschlechtsidentitäten? Da geht’s gegen Null. Sogar in der AfD-Fraktion des Thüringer Landtags ist das Verhältnis ausgewogener. 

Das Problem ist schon lange bekannt und auch Rock am Ring-Veranstalter DreamHaus hat den Willen zu Veränderung betont. Nicki Frenking von Kochkraft durch KMA findet es “jedes Jahr aufs Neue erfreulich, in unterschiedlichen Statements der Veranstaltenden davon zu lesen, dass sich das Line-Up in Sachen Diversität weiterentwickelt. Allerdings: Es sind anscheinend Lippenbekenntnisse, denn wirklich etwas verändern tut sich nicht.” Denn auch im Jahr 2022 ist das Line-Up wieder fast ausschließlich männlich. Woran liegt das? „Männer buchen Männer. Es ist einfacher, die Bands zu buchen, die man kennt. Das sind eben männliche.“, sagt Johanna Bauhus, Gründerin des feministischen Musiklabels Ladies & Ladys im Deutschlandfunk Kultur.

 

Wir (das sind die Band Kochkraft durch KMA und das Musiklabel Ladies & Ladys) haben uns gefragt: “Wie können wir diesen augenscheinlich feststeckenden Männern und ihren guten Absichten hinsichtlich Diversität am besten helfen? Ursprünglich wollten wir ihnen ein Lexikon überreichen mit den Namen all jener fabelhaften Bands mit diverserer Beteiligung, die es da draußen gibt, aber das hätten wir in der Kürze der Zeit nicht geschafft − es sind einfach zu viele. Einfacher war es daher, 23 dieser Bands zu fragen, eine Männerband des RaR-Line-Ups zu covern − und die Einnahmen an die Macher*innen des Festivals zu spenden, damit die sich in den nächsten Jahren mehr Diversität leisten können."

 

Dass es nicht genug Diversität in der Musikwelt gibt, ist auch aus Sicht von Johanna Bauhus “Quatsch”. Nur sind Frauen weniger sichtbar-und andere Geschlechtsidentitäten de facto unsichtbar-, „weil sie nicht so viel auf Festivalbühnen gestellt werden“. Ein waschechter Catch 22! Die Musikerin Sophie Hunger schrieb dazu in einem Gastbeitrag im Spiegel: “Dass Frauen bei deutschen Festivals so unterrepräsentiert sind, verhindert zudem aber auch, dass sie überhaupt groß werden: Festivalshows sind oft nicht das Resultat einer Karriere, sondern Teil ihres Beginns.”

 

Jetzt ist Rock am Ring nicht einfach irgendein Festival. Es ist laut Wikipedia “das traditionsreichste Rockfestival Deutschlands” und mit 80-90.000 Besucher*innen eins der größten seiner Art. Es hat also durchaus Symbolwirkung, wurde einige Jahre live in der ARD übertragen und vom WDR Rockpalast begleitet. 

 

Was genau das Problem beim Booking von Rock am Ring ist, das wissen wir auch nicht. An sexistischen Vorbehalten und kalten wirtschaftlichen Interessen kann es jedenfalls nicht liegen, schließlich bedauert man die miese Quote z.B. auch beim Veranstalter DreamHaus auf Nachfrage und/oder öffentlichen Druck gerne und betont den unbändigen Willen zu Wandel und Gerechtigkeit. 

Wir können aber zeigen, was offensichtlich NICHT das Problem ist: Nämlich dass es zu wenig nicht-männliche Bands und Solo-Acts von Format gäbe, die man auf die Bühne stellen und so ein ausgeglicheneres Verhältnis schaffen könnte. 

Auf unserem Sampler mit dem schmerzhaft-therapeutischen Titel “Cock am Ring” (Veröffentlichung am 03.06.2022, pünktlich zum Beginn von Rock am Ring) präsentieren wir deshalb 24 Bands und Künstler*innen aus den verschiedensten Stilrichtungen, die bei aller Vielfalt zwei Dinge gemeinsam haben: Sie sind erstens nicht rein männlich aufgestellt und covern zweitens für alle Rock-am-Ring-Fans jeweils einen Song einer Männerband aus dem Line-Up von Rock am Ring

 

Wenn es also offensichtlich nicht an genialen Musiker*innen und Bands mit Beteiligung von FLINTA+ mangelt, was könnte dann das Problem sein? Hat es am Geld gelegen und DreamHaus konnte sich schlichtweg kein diverseres Line-Up leisten?

Dann möchten wir hiermit gerne Abhilfe schaffen: Alle Erlöse des Samplers werden gesammelt und an DreamHaus gespendet. Mit dem Geld können sie sich dann hoffentlich für Rock am Ring 2023 etwas mehr diverse Beteiligung leisten. 

Unser Team arbeitet dabei übrigens ehrenamtlich und aus schierem Idealismus. Wir stehen für Vielfalt und Diversität − und wünschen uns das auch auf den Bühnen dieser Welt. 

 
24 Coversongs: Diese Bands und Künstler*innen sind dabei:

Annelu covert “Starlight” von Muse

August August covert “You Don't Care About Us” von Placebo

Becky Sikasa covert “Island in the Sun” von Weezer

Birgit Jones covert “First Date” von Danko Jones

Die Tüdelband covert “Hoffnung” von Jan Delay

Dorit Jakobs covert “My Name is Jonas” von Weezer

ELENA RUD covert “Meer” von Rin

Ell covert “Let Me In” von Beatsteaks

Gigolo Tears covert “Always Hardcore” von Scooter

Jule Blumt covert “Hätten wir sein können” von Trettmann 

Kapa Tult covert “Milk & Honey” von Beatsteaks

Kat Kit covert “New Born” von Muse

Kochkraft durch KMA covert “Mein schöner Hodensack" von Die Kassierer 

Lauringer covert “Someone you loved” von Lewis Capaldi

Lisa Spielmann covert “Ein Kompliment” von Sportfreunde Stiller

Lisa Who covert “Swallowed” von Bush 

Looking for Ella covert “Wo warst du?” von Casper

metty covert “Brunai” von Rin

Mina Richman covert “Red Flag” von Billy Talent

Schwesta Ebra covert “Surrender” von Billy Talent

Shitney Beers covert “ The Plot To Bomb The Panhandle” von A Day To Remember

Still Talk covert “NJ Legioned Iced Tea” von A Day To Remember

Tonbandgerät covert “Lila Wolken” von Marteria

Wenn einer lügt dann wir covert “Bayern” von Die Toten Hosen.

 
 
Presseschau
 
Kontakt

Das Team von Cock am Ring steht gerne für Auskünfte, Interviews etc. bereit.​ 

 

cockamring@hotmail.com

Ansprechpersonen sind: 

Johanna Bauhus (Ladies & Ladys), +49 179 8252620

Lana Giese (Kochkraft durch KMA), +49 157 73744866

Weiteres Presse- und Bildmaterial gibt es hier

 

Partner*innen: 

Claudia Roth, Schirmherrin

Quartiermeister*in, Bier

Mirko Gläser, Uncle M Music

Janika Streblow, Artwork

Mari van DUS, Grafiken

Sonja „Sæm“ Trautmann von musicNRWwomen*

Joe Joaquin, Mixer, Mastering